Porsche mieten
  • Rassige Porschemodelle
  • kurvenreiche Alpenstraßen
  • Sound, emotionale Gefühle - Porsche
  • rtCars Porsche mieten
first
  
last
 
 
start
stop

News & Meinungen

Ferrari F430 F1 vs. 911 GT3 RS

 

Ein Fahrbericht von Xaver Koch

F_430_Vorne

 

F_430_Vorne

Am Samstag, den 30.10.2010 durfte ich mal einen Ferrari F 430 F1 mit Schaltwippen fahren. Die Fahrt startete bei Heilbronn an der Burg Stettenfels und führte über schöne Landstraßen sowie durch ein paar kleine Dörfer. Ein Stück Autobahn (ca. 8 Km) rundete die Fahrt dann ab.

Im Automatik-Modus fährt sich das Auto sehr gemütlich, fast so gemütlich wie ein normales Auto. Wenn man dann manuell schaltet, wacht das Auto auf und der Motor hängt viel besser und direkter am Gas. Der Motor leistet aus 4,3 L Hubraum 490 PS und dreht bis ca. 8.500 U/Min. Das V8-Aggregat hat schon unten herum reichlich Leistung und dreht vom Schub her gesehen gleichmäßig Richtung Begrenzer durch (legt aber oben herum nicht so zu wie ein M3 oder GT3 RS). Dadurch wirkt das ganze etwas unspektakulär und erinnert an eine stark motorisierte Limousine mit V8 Turbo bzw. V12 - man glaubt gar nicht, dass es nur vier Sekunden (glatt) auf 100 Km/h sind. Der Sound ist zwar markant und laut, aber dennoch lässt er mich ein wenig emotional kalt, da finde ich einen M3 (auch den neuen e9x mit V8) bzw. einen Porsche Boxer mit Titan-Auspuff rassiger. Der Ferrari F 430 klingt fast ein wenig "glatt".

F430_Motor
Fahren tut er sich recht entspannt, sogar noch etwas "komfortabler" und einen Tick langweiliger als der Porsche 997 GT3 RS Facelift (kann aber sein, dass das auf "sport" bzw. "race" wieder anders aussieht, man darf nur auf der Einstellung „normal“ fahren), obwohl das Fahrwerk ähnlich hart wie beim Porsche 996 GT3 RS ist. Der Wendekreis ist kleiner als bei Porsche, man kann ums 90-Grad-Eck wie mit einem normalen Auto abbiegen. Die Lenkung ist direkt und präzise, vermittelt aber nicht ganz so viel Fahrbahnkontakt wie beim aktuellen 997 GT3 RS Facelift. Erst wenn man schneller unterwegs ist, spürt man ein wenig das Auto, aber man bekommt nicht ganz so schnell wie bei einem Porsche GT3 RS ein Gefühl fürs Auto, die "Kennenlernphase" dauert ein wenig länger.

Die Carbon-Bremsen haben ganz unauffällig ihren Dienst verrichtet und sogar netter Weise gar nicht gequietscht, alleine beim leichten Hinbremsen an die Ampel wird es zum Schluss ein ganz klein wenig "ruckelig", weil man noch gegen den Schub vom Motor anbremst (kennt man ja von Automatik-Autos). Ansonsten merkt man beim Fahren keinen Unterschied zu einer guten herkömmlichen Bremse mit Stahlscheiben. Das Getriebe schaltet zwar schnell, aber es ruckt sehr stark beim manuellen Hochschalten. Wenn man nichts tut, dann wird automatisch beim Erreichen der Drehzahlgrenze auch im manuellen Modus hoch geschaltet und das geht interessanter Weise recht sanft.

Insgesamt fährt sich das Auto weniger spektakulär als es aussieht und stellt auch kein ganz so in sich stimmiges Gesamtkonzept wie ein Porsche dar. Dazu vermittelt mir die Lenkung einfach etwas zu wenig Fahrbahnkontakt, das Gefühl für den Grenzbereich könnte ebenfalls intuitiver sein und schließlich (der Fahrbahnbelag war wirklich schlecht) fängt der Wagen auf der Autobahn fast schon leicht das Springen an und man hält das Lenkrad ganz fest - obwohl sich der Wagen beim langsameren Fahren eher gemütlich verhält. Auch habe ich den Sinn nicht ganz verstanden, dass man zwar den Motor mit dem roten Startknopf am Lenkrad startet, ihn aber mit dem Zündschlüssel wieder abstellt.

F430_Hinten

Einmal im Leben sollte man mal Ferrari gefahren sein, denn ein Ferrari fährt sich anders und fühlt sich anders an als ein Fahrzeug aus deutscher Produktion. Mehr Fahrspaß kommt aber bei mir persönlich mit dem Konkurrent aus Zuffenhausen auf: 911 GT3 RS.